Wir denken bei Bewegung oft nur an die Gesundheit, aber sie hat auch erhebliche Auswirkungen auf das Verhalten des Hundes. Hunde – vor allem Welpen und Junghunde – haben viel Energie, und wenn sie keine Gelegenheit bekommen, diese zu verbrennen, ist zerstörerisches Verhalten oft die Folge.

Wenn Sie sich über die Löcher ärgern, die Ihr Hund gegraben hat, wenn Sie Kopfschmerzen vom Bellen haben und wenn Sie Kissen ersetzen müssen, die zu teurem Flaum zerwühlt sind, bekommt Ihr Hund wahrscheinlich nicht genug Bewegung.
Diese Verhaltensprobleme veranlassen viele Menschen dazu, ihre Hunde abzugeben, obwohl sie völlig vermeidbar sind. Kennen Sie die Anzeigen „Frei für ein gutes Zuhause, Hund braucht Platz zum Laufen“? Sie werden in der Regel von Menschen aufgegeben, deren Hunde nicht nur Platz zum Laufen brauchen, sondern auch Bewegung, die sie nicht bekommen.

Leider denken manche Menschen bei der Auswahl einer Hunderasse nicht genug an die Bewegung und wählen einen Hund, der mehr braucht, als sie bereit sind oder Zeit haben, ihm zu geben.

Wie viel Auslauf braucht mein Hund?

Wie viel Bewegung „genug“ ist, hängt vom Alter, der Rasse und dem Gesundheitszustand Ihres Hundes ab.

Jeder Hund benötigt unterschiedlich viel Auslauf

Ein zehn Monate alter Irish Terrier-Welpe braucht mehr als ein fünf Jahre alter Whippet. Ein Spürhund braucht kurze Auszeiten, Wachhunde brauchen insgesamt nicht so viel wie sportliche Rassen, die den ganzen Tag jagen wollen.
Selbst innerhalb einer Rasse variiert der Bedarf. Ein sehr energiegeladener achtjähriger Golden Retriever kann leicht mehr Bewegung brauchen als ein ruhiger dreijähriger Golden. Und ältere Hunde müssen immer noch spazieren gehen – nur kürzer, als sie es früher taten.

Im Allgemeinen reicht ein Spaziergang an der Leine um den Block nicht aus. Die meisten Hunde brauchen 30 bis 60 Minuten körperliche Betätigung pro Tag. Ihr Hund braucht so viel, dass er sich nicht mehr so schnell bewegt, wenn Sie aufhören.

Hier einige allgemeine Richtlinien, wie Sie Ihrem Hund ausreichend Bewegung verschaffen können:

  • Aktive Rassen brauchen an den meisten Tagen der Woche mindestens 30 Minuten harte aerobe Bewegung, am besten täglich.
  • Entgegen der landläufigen Meinung bekommen nicht alle kleinen Hunderassen genug Bewegung im Haus. Möpse zum Beispiel neigen zu Fettleibigkeit und brauchen viel mehr Bewegung, als sie normalerweise bekommen.
  • Bei extrem heißem oder kaltem Wetter ist es nicht sicher, nach draußen zu gehen. Bleiben Sie in solchen Zeiten drinnen und bringen Sie Ihrem Hund Tricks bei, die ihn beschäftigen, werfen Sie Spielzeug oder laufen Sie gemeinsam die Treppe hinauf und hinunter.
  • Gute Bewegung beansprucht sowohl die geistigen als auch die körperlichen Muskeln. Die Erkundung eines neuen Wanderweges zum Beispiel fordert nicht nur den Körper, sondern auch den Geist Ihres Hundes.
  • Leben Sie nach der Philosophie, dass ein müder Hund ein guter Hund ist.

Wo Hunde sich bewegen können

Auch bei schlechtem Wetter benötigen Hunde genügend Bewegung

Wie Menschen mögen auch die meisten Hunde sowohl Vertrautheit als auch ein wenig Abwechslung in ihrem Bewegungsprogramm.

  • Viele Hunde lernen beim Spazierengehen die Nachbarschaft kennen und sehen sich gerne ihre Lieblingsplätze an.
  • Hundeparks sind beliebte Orte, um ohne Leine zu laufen und mit anderen Hunden zu toben – genau das, was die meisten Hunde brauchen. Allerdings können nicht alle Hunde gut mit anderen Hunden spielen. Wenn Ihr Hund keine anderen Hunde mag, ist der Hundepark definitiv nicht der richtige Ort für ihn.
  • Eine Hundetagesstätte kann sowohl ihren Geist als auch ihren Körper stimulieren. Die Hunde sollten erschöpft und glücklich aus der Tagesbetreuung zurückkehren.

Die Kosten einer unzureichenden Ernährung

Inaktive Hunde sind oft übergewichtig, und das birgt, wie beim Menschen auch, viele gesundheitliche Risiken. Fettleibigkeit erhöht das Risiko für Diabetes, Atemwegs- und Herzkrankheiten. Es verschlimmert häufige orthopädische Probleme wie Hüftdysplasie und Arthritis. Fettleibigkeit kann Gelenke, Bänder und Sehnen belasten.

Geriatrische Hunde haben es oft schon schwer genug, aufzustehen, ohne dass sie zusätzlich überflüssige Pfunde heben müssen.

Wie stellen Sie sicher, dass Ihr Hund genügend Bewegung bekommt? Haben Sie ein spezielles Trainingsprogramm mit Ihrem Hund? Lassen Sie es uns in den Kommentaren unten wissen!

3 Gedanken zu „Welchen Bewegungsbedarf hat mein Hund?“

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